Reise

Tag -107

Montag, 13.10.2025: Startschuss für die Lymphdrainage – Die Hoffnung auf Entlastung

Nachdem mein Hausarzt mir das Rezept ausgestellt hatte, geschah das kleine „Termin-Wunder“: Ich habe in kürzester Zeit eine Physiotherapiepraxis gefunden, die sofort Kapazitäten frei hatte. Heute war es also so weit – mein erster Termin zur manuellen Lymphdrainage.

Der Ablauf war von nun an meine neue Routine: Schuh aus, die Aircast-Schiene zur Seite legen und rauf auf die Behandlungsliege. Der Anblick meines Fußes war unverändert – rot, deutlich geschwollen und prall. Der Masseur begann mit den sanften, rhythmischen Griffen, um die gestaute Lymphflüssigkeit aus dem Gewebe zu transportieren.

Ab sofort hieß es: Zweimal pro Woche Termin zur Drainage.

In diesem Moment fühlte ich mich erleichtert. Es passierte endlich etwas „Handfestes“. Ich lag dort und spürte die Behandlung, während ich fest daran glaubte, dass diese Termine der Schlüssel dazu sind, dass mein Fuß endlich wieder in einen normalen Schuh passt.

Was ich während dieser ersten Sitzung nicht ahnen konnte: Während der Masseur oben das Gewebe lockerte, arbeitete der Charcot-Prozess im Inneren der Knochen ungestört weiter. Von heute an sollten noch genau 107 Tage vergehen, bis wir wussten, dass wir gegen einen unsichtbaren Feind kämpften.

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