Reise

Tag 45

Freitag, 13.03.2026: Das endgültige Urteil – Maßarbeit gegen Vakuum-Power

Heute sollte die Zwei-Schalen-Orthese ihre letzte Chance bekommen. Der Techniker kam pünktlich zur vereinbarten Zeit und hatte das gute Stück noch einmal grundlegend überarbeitet. Diesmal wurde sie im Innenbereich des Fußes deutlich enger gefasst, um mehr Stabilität zu bieten.

Die Hoffnung stirbt zuletzt

Ich gebe zu: Ein Teil von mir wollte unbedingt, dass es funktioniert. Immerhin ist es eine Individualanfertigung, die extra für meinen Fuß gebaut wurde und preislich etwa das Achtfache des Vacoped-Stiefels kostet.

Nach dem Anziehen fühlte es sich im ersten Moment auch tatsächlich besser an als bei den vorangegangenen Versuchen. Ich stellte den Vacoped zur Seite, wünschte dem Techniker ein schönes Wochenende und sagte zu ihm: „Ich melde mich, falls der Fuß wieder anschwillt.“ Innerlich hatte ich jedoch bereits mit dem Thema abgeschlossen. Ich ahnte, dass ich mich nicht mehr melden würde – nicht, weil es gut war, sondern weil das Problem an der Konstruktion einfach grundlegend ist.

Das 150-Minuten-Urteil

Nach genau zweieinhalb Stunden war das Experiment beendet. Trotz der Nachbesserungen schwoll der Fuß in der Orthese wieder merklich an. Es ist, als würde mein Körper diese Art der festen Umschließung einfach ablehnen.

Ich habe die „Rüstung“ ausgezogen, in die Ecke gestellt und bin zurück in meinen Vacoped Diabetic geschlüpft. Das Ergebnis steht für mich nun endgültig fest: Der Vacoped ist für mich die beste Versorgung. Punkt. Das Vakuum-Prinzip ist der starren Kunststoffschale in meinem Fall haushoch überlegen, egal wie viel teurer die Maßanfertigung war.

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