Tag 41
Montag, 09.03.2026: Ein Schritt zurück, zwei Schritte vor (und ein Brief im Schneckentempo)
Der heutige Montag war geprägt von technischer Nachbesserung und einer ordentlichen Portion Bestätigung für mein Bauchgefühl.
Das Orthesen-Dilemma: Nächste Runde
Wieder einmal stand der Techniker vom Sanitätshaus vor der Tür. Wir mussten der Realität ins Auge blicken: Die Zwei-Schalen-Orthese in ihrem jetzigen Zustand ist für meinen Fuß eher eine Belastung als eine Entlastung. Er hat das Teil nun zum wiederholten Male mitgenommen. Der Plan: Sie wird jetzt konsequent enger gemacht, um den nötigen Halt zu geben, ohne dass der Fuß „schwimmt“ und anschwillt. Am Freitag soll der nächste Versuch starten. Bis dahin bleibt der Vacoped mein treuer (und funktionierender) Begleiter.
Ein Lichtblick bei der Podologie
Nachmittags hatte ich meinen Termin bei der Podologie – und das war Balsam für die Seele. Die Podologin war sichtlich begeistert vom Zustand meines Fußes. Sie hatte ihn ja noch im Kopf, wie er nach der Zeit im (falschen) Air Walker aussah. Dass er sich in der kurzen Zeit so gut regeneriert hat, bestätigt mir einmal mehr, dass der Kampf um den Vacoped und die konsequente 0-kg-Belastung genau der richtige Weg waren. Der Fuß sieht deutlich „ruhiger“ und gesünder aus.
Die bürokratische Geduldsprobe
Ansonsten gibt es leider keine Fortschritte an der Papier-Front. Ich warte immer noch auf die korrigierte Verordnung für die häusliche Krankenpflege. Dass mein Arzt sich weigert, mir das Dokument vorab per E-Mail zu schicken, und stur auf den Postweg setzt, bremst alles aus. Während der Pflegedienst in den Startlöchern steht, verbringe ich meine Zeit damit, auf den Briefträger zu warten. Unflexibilität scheint im deutschen Gesundheitssystem leider System zu haben.