Reise

Tag 85

Neue Diabetologin & Fußkontrolle beim Orthopäden: Endlich auf Augenhöhe

Heute war ein vollgepackter Tag, der vor allem eins gebracht hat: Das Gefühl, als Patient endlich wieder ernst genommen zu werden.

Der Neuanfang in der Diabetologie

Nach allem, was vorgefallen ist – insbesondere der Tatsache, dass die alten Ärzte meinen Charcot-Fuß trotz Fußambulanz schlichtweg übersehen haben –, war der Wechsel der Praxis für mich alternativlos. Und was soll ich sagen? Der Ersttermin in der neuen Diabetologie-Praxis war ein Unterschied wie Tag und Nacht.

Ich wurde herzlich empfangen, habe den Anamnese-Bogen ausgefüllt und meine frischen Laborwerte abgegeben, die mein Hausarzt in der Vorwoche abgenommen hatte. Im Gespräch mit der Ärztin konnte ich meine bisherige Leidensgeschichte ausführlich schildern.

Sie hat sich richtig viel Zeit genommen und beide Füße eingehend untersucht. Dabei stellte sie fest, dass die Temperaturunterschiede zwischen den Füßen immer noch deutlich messbar sind – auch wenn ich das bei meinen täglichen Messungen zu Hause (mit dem Pflegedienst oder alleine) so nicht feststellen konnte. Zur lückenlosen Dokumentation hat sie direkt Fotos von beiden Füßen gemacht. Erst um 12:15 Uhr verließ ich das Behandlungszimmer – mit dem sehr guten Gefühl, hier endlich in kompetenten und gründlichen Händen zu sein.

Routine-Check beim Orthopäden

Mittags ging es dann direkt weiter zum Orthopäden. Er wollte sich noch einmal den Fuß und vor allem die Entwicklung des eingewachsenen Zehennagels anschauen.

Nach der Zurechtweisung durch die Podologin in der Vorwoche gab es diesmal keine Grundsatzdiskussionen mehr. Er war mit dem Heilungsverlauf zufrieden, stellte mir anstandslos eine neue Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (AU) aus und wir vereinbarten den nächsten Kontrolltermin.

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