Reise

Tag -114

Montag, 06.10.2025: Das erste MRT – Ein Blick in die falsche Richtung?

Es ist so weit: Der Termin für das MRT steht an. Ich bin kein Neuling mehr, was diese Geräte betrifft; erst im Frühjahr/Sommer war ich wegen einer anderen Sache in der „Röhre“. Wer das zum ersten Mal erlebt, findet den Raum und das laute Klopfen oft furchteinflößend, aber für mich war es an diesem Tag fast schon Routine.

Der Ablauf war zügig: 15 Minuten im Wartezimmer, dann der Aufruf. In der Kabine hieß es: Schuhe aus, alles Metallische ablegen. Dann legte ich mich auf die Liege und mein linker Fuß wurde in einer speziellen Vorrichtung fixiert. Die Untersuchung dauerte etwa 15 Minuten. Danach konnte ich meine Schuhe wieder anziehen und erhielt den Hinweis, dass der Befundbericht bereits morgen, am Dienstag, den 07.10.2025, online abrufbar sein würde.

Ich fuhr mit einem guten Gefühl nach Hause. Endlich würde ich Gewissheit haben! Mein Hausarzt und ich hatten doch vermeintlich alles getan, um der Sache auf den Grund zu gehen. Dachte ich zumindest.

Die Falle: Eine zu präzise Überweisung

Wie ich bereits in meinem Beitrag über die 135 Tage Ungewissheit erwähnt habe, gab es ein massives Problem mit der Überweisung. Der Auftrag war sehr engmaschig formuliert: „MRT OSG li.“ (Oberes Sprunggelenk).

Das bedeutete im Klartext: Es wurde faktisch an der falschen Stelle nachgeschaut. Während mein gesamter Fuß weiterhin angeschwollen und gerötet war, konzentrierten sich die Aufnahmen nur auf das Gelenk – der Mittelfuß blieb weitgehend „außen vor“.

Das Rätsel um die „Localizer“-Bilder

Mein Hausarzt behauptete später in einem Gespräch, dass es sogenannte „Localizer“-Aufnahmen geben müsse. Das sind Übersichtsbilder, die man zu Beginn macht, um die Region festzulegen. Anhand dieser Bilder hätte man eventuell sehen können, ob der Fuß zu diesem Zeitpunkt bereits „kaputt“ war (also ob die Charcot-Prozesse schon liefen).

Doch hier beginnt das nächste Rätsel: Diese Bilder sind weder online im Portal noch auf der ausgehändigten CD auffindbar. Es ist, als gäbe es ein 114-tägiges Loch in meiner medizinischen Akte.

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