Tag 51
Donnerstag, 19.03.2026: Ein Hauch von Routine und das große Rezepte-Sammeln
Nach dem gestrigen Marathon in der Notaufnahme ging es heute direkt weiter zum nächsten Pflichttermin: die reguläre Fußkontrolle beim Orthopäden. Ein anderer Kumpel hat mich hingefahren – meine Freunde sind momentan wirklich meine Lebensversicherung, was die Mobilität angeht.
Effizienz am Fließband
Der Termin heute war das komplette Gegenteil zum Vortag: extrem kurzweilig und durchgetaktet.
- Rein ins Behandlungszimmer.
- Orthese aus.
- Der Arzt wirft einen Blick drauf: „Sieht gut aus.“
- Orthese wieder an.
- Fertig.
Das Ganze ist mittlerweile reine Routine geworden. Der Orthopäde hatte sich auch das CT-Ergebnis aus der Klinik angeschaut und war damit – genau wie der Oberarzt gestern – sehr zufrieden. Der Plan mit der vorsichtigen Aufbelastung ab Mai steht also weiterhin.
Der bürokratische Beutezug
Auch wenn die medizinische Untersuchung nur wenige Minuten dauerte, hat sich der Weg allein für den Papierkram gelohnt. Ich habe die Praxis mit vollen Händen verlassen:
- Eine neue Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (AU).
- Ein neues Rezept für die täglichen Thrombosespritzen.
- Und – ganz wichtig – die korrigierte Verordnung für den Pflegedienst, auf die ich so dringend gewartet habe.
Das ewige Zuständigkeits-Ping-Pong
Ich habe den Orthopäden dann noch auf das gestrige Drama mit der Über- bzw. Einweisung in der Notaufnahme angesprochen. Die Thematik war ihm natürlich bestens bekannt. Er musste ein wenig schmunzeln und stellte direkt klar: Eine Einweisung in die Notaufnahme gibt es für so etwas gar nicht, das läuft rein über Überweisungen. Da sieht man mal wieder: Selbst die Experten im System sind sich untereinander nicht einig, welches Formular nun das richtige ist.
Für mich hieß es danach jedenfalls: Ab nach Hause, Beine hochlegen und den kleinen bürokratischen Etappensieg genießen. Die richtige Verordnung ist endlich da!