Reise

Tag 57

Mittwoch, 25.03.2026: Ein sauberer Fuß und die leeren Versprechungen der Krankenkasse

Heute gab es an einer Front endlich ein kleines Happy End, während an einer anderen das nächste bürokratische Ärgernis wartete.

Das Wasch-Wunder: Pflegedienst, Runde 2

Nach dem wochenlangen Drama um das richtige Wort auf dem Papier startete heute der Pflegedienst endlich mit der korrigierten Verordnung. Und siehe da: Plötzlich ist das Unmögliche möglich.

Morgens rückte die Pflegekraft an, und diesmal wurde der Fuß nicht nur angeschaut, sondern fachgerecht gewaschen. Danach noch kurz die Temperatur gemessen und notiert – und schon waren sie wieder weg. Weil es absolut unsinnig ist, sich zweimal am Tag den Fuß waschen zu lassen, habe ich den Dienst für den Nachmittag direkt abbestellt. Den Sockenwechsel und die abendliche Kontrolle mache ich ohnehin lieber selbst. Einmal am Tag professionelle Hilfe reicht völlig aus, und so habe ich abends wenigstens meine Ruhe.

Die Krankenkasse und das gebrochene Versprechen

Leider hielt die gute Laune nicht lange, denn das nächste, weitaus komplexere Thema lag auf dem Tisch: Mein Arbeitgeber verlangt dringend die offizielle Bescheinigung über die Festsetzung des Krankengeldes. Das Problem? Ich habe sie bis heute nicht vorliegen.

Das Kuriose daran ist, dass mir die Krankenkasse vor mehr als einem Monat schriftlich mitgeteilt hatte, dass ich diesen Bescheid Anfang März erhalten würde. Jetzt haben wir fast Ende März, und im Briefkasten herrscht gähnende Leere. Ich verstehe es einfach nicht: Wie kann eine Behörde oder Kasse feste Termine ankündigen und diese dann nicht mal ansatzweise einhalten? Man hängt als Patient völlig in der Luft, während der Arbeitgeber berechtigterweise Druck macht.

Ich habe die Krankenkasse heute noch einmal unmissverständlich angeschrieben. Die Geduld ist langsam wirklich am Ende.

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