Reise

Tag 11

Samstag, 07.02.2026: Ein Stück Freiheit auf vier Rädern

Heute gab es einen Moment, der sich fast wie ein Sieg angefühlt hat: Mein Rollstuhl wurde geliefert. Nach den harten Kämpfen in der Diabetologie und der Sturheit meines Orthopäden hat die Logistik mit dem Sanitätshaus wenigstens reibungslos funktioniert.

Ein neues Lebensgefühl (mit Hindernissen) Es klingt vielleicht seltsam, sich über einen Rollstuhl zu freuen, aber für mich bedeutet er gerade eine enorme Erleichterung. Wer noch nie versucht hat, seinen kompletten Alltag auf Krücken und mit strikter 0-kg-Belastung zu meistern, kann sich kaum vorstellen, wie erschöpfend jeder Meter ist.

Natürlich ist die Euphorie gedämpft, sobald ich auf die Türschwellen blicke. In die Küche oder ins Badezimmer komme ich mit dem sperrigen Teil nicht – meine Wohnung ist eben nicht barrierefrei. Aber für die Wege dazwischen ist es ein Segen.

Alles für den Fuß Jedes Mal, wenn ich mich in den Rollstuhl setze, statt zur Krücke zu greifen, ist das eine Investition in meine Heilung. Ich merke, wie die Anspannung in den Armen nachlässt und ich mich weniger „wackelig“ fühle. Mein Fuß bekommt jetzt die absolute Ruhe, die er seit Monaten gebraucht hätte.

Ich sitze hier, rolle ein paar Meter vor und zurück und hoffe inständig: „Bitte, mein lieber Fuß, nimm diese Ruhe jetzt an. Das ist dein Baustoff für die Heilung.“ Es ist ein kleiner Schritt (oder besser: ein kleiner Roll) in die richtige Richtung. Die strikte Entlastung ist ab heute kein Balanceakt mehr, sondern Programm.

Eine Antwort schreiben